Herausforderung
Ein 2,2-m-Modell, das erst auf der Messe fertig wird
Für einen Messeauftritt in Hamburg sollte das Firmenmaskottchen in 2,2 m Höhe entstehen – nicht fertig gestaltet, sondern mattweiß als Leinwand. Der Künstler Matthias Süss sollte die Figur vor Ort live bemalen, als Blickfang und Programmpunkt am Stand. Das verlangte eine makellose, gleichmäßig weiße Oberfläche über die gesamte Figur. Besonders der Kopf war heikel: Der große, weit geöffnete Mund ist in dieser Größe kaum noch erreichbar, sobald die Figur zusammengebaut ist. Dazu kam ein Zweitleben – nach der Messe sollte das Modell dauerhaft in der Firmenzentrale stehen.
Umsetzung
Segmentierung nach dem Lackieraufbau geplant
Das digitale Modell kam vom Kunden; wir haben es für den 3D-Druck aufbereitet und die Segmentierung so geplant, dass jedes Teil vor der Montage vollständig zugänglich blieb – auch die Innenflächen des Mundes. Gedruckt wurde aus PETG, weil das Modell im Eingangsbereich später gelegentlicher Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Die Segmente wurden geschliffen, mattweiß lackiert, gefügt und zu einer zusammenhängenden Figur montiert, die stehend auf einem Podest ausgeliefert wurde.
Ergebnis
Blickfang auf der Messe, Dauerexponat danach
Rund drei Wochen nach Fertigungsstart ging die etwa 70 kg schwere Figur per Direktkurier von Holm direkt auf das Hamburger Messegelände. Auf dem Stand wurde sie vor Publikum bemalt – aus dem Exponat wurde ein Programmpunkt, der Besucher am Stand gehalten hat. Nach der Messe zog das Maskottchen in den Eingangsbereich der Firmenzentrale um und steht dort als bemaltes Unikat dauerhaft. Bei rund 15.000 Euro Projektbudget ist das ein Objekt, das zweimal Wirkung entfaltet.













