Herausforderung
Eine Larve von Millimetern auf rund 70 cm vergrößern
Für das Staatliche Naturhistorische Museum in Braunschweig sollte die nur wenige Millimeter große Larve eines Mondfisches als Exponat entstehen – rund 70 cm groß und damit im gigantischen Maßstab vergrößert. Die zerklüftete, von Spitzen und Zacken übersäte Form ließ sich mit nahezu keinem Fertigungsverfahren an einem Stück herstellen. Zugleich war eine klassische Aufbereitung durch Schleifen, Fillern und Lackieren ausgeschlossen: Die enorme Zahl schwer zugänglicher Stellen und Überhänge hätte sie unmöglich gemacht. Die Oberfläche musste also direkt aus dem Drucker überzeugen.
Umsetzung
Segmentiert, druckoptimiert und wie ein Puzzle gefügt
Der Kunde stellte das digitale Modell der Larve bereit. Wir haben es so segmentiert, dass es überhaupt druckbar wurde – mit möglichst wenigen Überhängen, die zu rauen Flächen führen. So kommt die 3D-gedruckte Oberfläche direkt aus dem Drucker sauber genug heraus, um ausgeliefert zu werden. Die Einzelteile entstanden im FDM-3D-Druck aus PLA und wurden anschließend wie ein Puzzle zu einem stimmigen Ganzen gefügt. Den Grünton wählte der Kunde selbst. Ein Video dokumentiert die Segmentierung des Modells.
Ergebnis
Ein Exponat mit druckfrischer Oberfläche
Das fertige Exponat misst rund 70 cm, wiegt etwa 10 kg und liegt heute im Naturhistorischen Museum Braunschweig unter einer Glashaube; darüber zeigt eine Abbildung den Mondfisch. Die Oberfläche ist vollständig unbehandelt und kommt direkt aus dem Drucker. Das Projekt zeigt, welche Auflösung im 3D-Druck ohne jede Nachbearbeitung möglich ist, wenn man die Einzelteile von vornherein auf gute Druckbarkeit und wenige Überhänge auslegt. Umgesetzt wurde es in einem Kostenrahmen von rund 4.500 Euro.








