VORRICHTUNGEN UND BETRIEBSMITTEL

Betriebsmittel, die zur Fertigung passen statt umgekehrt

Vorrichtungen entstehen meist zwischen den Aufträgen und binden genau die Facharbeiterstunden, die in der Fertigung fehlen. Wir fertigen sie additiv: angepasst an das reale Bauteil, leicht genug für die Handhabung und in der nächsten Version schnell nachgefertigt.

Die Werkstatt bleibt in der Fertigung

Betriebsmittel entstehen bei uns, nicht zwischen Ihren Aufträgen. Ihre Facharbeiterstunden bleiben dort, wo sie Wertschöpfung bringen.

Form folgt dem Bauteil

Aufnahmen bilden die reale Kontur ab, auch Freiformflächen. Keine Kompromisse zugunsten des verfügbaren Halbzeugs.

Version 2 ist eine Datei entfernt

Passt etwas nicht, ändern wir das Modell statt die Vorrichtung. Iteration kostet Stunden, nicht eine Neuanfertigung.

Leicht in der Handhabung

Additive Betriebsmittel sind deutlich leichter als Frästeile aus Metall. Das entlastet Mitarbeitende und bewegte Achsen.

KI-GENERIERT

Ihre Anforderungen

Warum Betriebsmittel so oft der Engpass sind

Vorrichtungen tauchen in keiner Stückliste auf und stehen trotzdem zwischen Auftrag und Auslieferung. Sie werden gebraucht, bevor die Serie läuft, ändern sich mit jeder Produktanpassung und binden Kapazität, die nirgends geplant ist.

  • Gebraucht wird sie vorgestern

    Der Serienanlauf wartet auf die Vorrichtung. Jede Woche Verzug verschiebt den gesamten Auftrag nach hinten.

  • Eigenbau bindet Facharbeiter

    Wer Betriebsmittel selbst baut, nimmt die erfahrensten Leute aus der Fertigung. Das kostet doppelt.

  • Jede Produktänderung entwertet sie

    Ändert sich das Bauteil, passt die Aufnahme nicht mehr. Gefräste Vorrichtungen werden dann zu Schrott.

  • Zu schwer für den Dauergebrauch

    Metallvorrichtungen, die mehrmals pro Schicht bewegt werden, belasten Mitarbeitende und verlangsamen den Takt.

  • Empfindliche Werkstücke

    Lackierte oder polierte Teile nehmen in harten Aufnahmen Schaden. Weiche Auflagen fehlen im Eigenbau oft.

  • Prüfen ohne Lehre ist Meinung

    Ohne Prüflehre wird Qualität geschätzt statt gemessen. Sonderlehren lohnen sich klassisch erst ab Stückzahl.

  • Was Sie vorher wissen sollten
  • Temperatur begrenzt den Einsatz

    In Lackier-, Löt- oder Ofenprozessen stoßen Standardkunststoffe an Grenzen. Nennen Sie die Prozesstemperatur, sie bestimmt den Werkstoff.

  • Nicht für hohe Spannkräfte

    Für Zerspanung mit hohen Spannkräften bleibt Metall der richtige Weg. Additive Vorrichtungen spielen ihre Stärke bei Montage, Prüfung und Handhabung aus.

  • Verschleiß ist einzuplanen

    Bei hoher Taktzahl nutzen sich Kunststoffauflagen ab. Wir legen Verschleißteile so aus, dass sie einzeln nachgefertigt werden können.

  • Toleranzen haben Grenzen

    Für Passungen im Hundertstelbereich kombinieren wir mit eingesetzten Normteilen statt es im Druck zu erzwingen.

  • Medienkontakt vorher klären

    Kühlschmierstoffe, Reiniger und Öle greifen manche Kunststoffe an. Diese Angabe gehört in die erste Anfrage.

  • Empfehlungen für Ihre Betriebsmittel
  • Den Arbeitsschritt beschreiben, nicht die Lösung

    Sagen Sie uns, was erreicht werden soll. Oft gibt es eine additiv einfachere Bauform als die klassisch gedachte.

  • Das reale Bauteil mitschicken

    Wir prüfen die Aufnahme am echten Teil. Das ist sicherer als jede Maßtabelle und wir geben es zurück.

  • Taktzahl und Standzeit nennen

    Zehn Einsätze pro Woche oder tausend pro Schicht führen zu unterschiedlichen Werkstoffen und Wandstärken.

  • Erste Version als Erprobung planen

    Rechnen Sie mit einer Iteration. Sie ist günstiger und schneller als der Versuch, alles im ersten Wurf zu treffen.

  • Weiche Auflagen einplanen

    Für lackierte oder polierte Werkstücke setzen wir TPU-Auflagen ein. Das verhindert Druckstellen ohne Zusatzarbeit.

  • Normteile statt gedruckter Gewinde

    Gewindeeinsätze, Bolzen und Federn kaufen wir zu und integrieren sie. Das erhöht Lebensdauer und Wiederholgenauigkeit.

  • Beschriftung direkt anbringen lassen

    Auftragsnummer, Bauteilbezeichnung und Ausrichtungspfeil drucken wir mit. Das verhindert Verwechslungen in der Fertigung.

  • Ersatz gleich mitbestellen

    Ein zweites Exemplar aus derselben Datei kostet einen Bruchteil und verhindert Stillstand beim ersten Bruch.

  • Weiterverarbeitung für Betriebsmittel
  • Schleifen & Glätten

    Schleifen und Glätten entfernt die Layerstruktur aus dem 3D-Druck: Mit Spritzspachtel, Isolierfüller und Feinschliff entsteht die glatte, gleichmäßige Oberfläche als Basis für Lackierung und Finish.

  • Messekoffer & Transport

    Damit das Modell heil zur Messe kommt: passgenaue Transportkoffer mit PU-Schaum-Inlay, exakt auf die Form deines 3D-Modells zugeschnitten – für sicheren An- und Abtransport.

  • Montage & Aufbau

    Wir montieren Modelle zum fertigen Ganzen – aufbaufertig bei dir angeliefert. Auf Wunsch übernehmen wir den kompletten Auf- und Abbau direkt auf der Messe.

  • Folierung & Branding

    Folierung und Branding bringen Logos, Schriften, Decals und Labels aufs Modell – als Plot oder Folie, gedruckt aus deinem gesetzten CMYK-PDF für einen markengenauen Auftritt.

Passende Materialien

Werkstoffe für den Fertigungsalltag

  • SLA High-Temp: hitzebeständig bis 101 °C

    SLA High-Temp ist das hitzebeständige Resin im SLA-Verfahren: HDT bis 101 °C, Glasübergang bei 130 °C und sehr hohe Härte. Für temperaturkritische Funktionsbauteile und Vorrichtungen.

    • SLS Pro im 3D Druck: hitzefest und maßgenau

      SLS Pro ist das hitzefeste SLS-Polyamid: formstabil bis 179 °C, sehr detailgenau und geeignet für lange Bauteile bis 590 mm am Stück, stützfrei.

      • SLS Rigid: steif und formstabil

        SLS Rigid ist das steifste SLS-Polyamid: E-Modul 2.500 MPa und 60 MPa Biegefestigkeit, formstabil unter Dauerlast, ersetzt Frästeile in der Kleinserie.

        • SLS Strong: hochfest und zäh zugleich

          SLS Strong ist das hochfeste SLS-Polyamid: 48 MPa Zugfestigkeit, 30 Prozent Bruchdehnung, gut einfärbbar und lackierbar, stützfrei für komplexe Geometrien.

          • SLS Tough im 3D Druck: zäh und duktil

            SLS Tough ist das duktilste SLS-Polyamid: 35 Prozent Bruchdehnung, verträgt Clips und Schnappverbindungen ohne Bruch, stützfrei für komplexe Geometrien.

            • Arbeitsschritt beschreiben

              Sie sagen uns, was gehalten, gefügt, geprüft oder gegriffen werden soll, und schicken das Bauteil oder dessen CAD-Daten.

            • Konstruktion und Festpreis

              Wir konstruieren die Aufnahme passend zur realen Kontur, klären Werkstoff und Belastung und nennen einen Festpreis nach Ingenieurs-Check.

            • Fertigung im passenden Verfahren

              FDM für robuste Aufbauten, SLS für belastbare Funktionsteile ohne Stützstrukturen, TPU für schonende Auflagen.

            • Erprobung und nächste Version

              Sie testen im echten Takt. Was nicht passt, ändern wir in der Datei, die nächste Version ist schnell gefertigt.

            So arbeiten wir

            Von der Aufgabe zum einsatzfertigen Betriebsmittel

            Sie beschreiben den Arbeitsschritt und schicken das Bauteil oder dessen Daten. Wir konstruieren die Vorrichtung, fertigen sie additiv und liefern einsatzfertig. Passt etwas nicht, folgt die nächste Version aus derselben Datei.

            Passende Leistungen

            Leistungen für Fertigung und Arbeitsvorbereitung

            Liegen keine Daten des Bauteils vor, digitalisieren 3D-Scan und Reverse Engineering die reale Kontur, bevor die Vorrichtung konstruiert wird.

            • CAD Konstruktion

              Fertigungsgerechte 3D-Konstruktion für Druck, CNC und Spritzguss, mit eigener Fertigung im Haus.

            • Reverse Engineering

              Reale Objekte per 3D Scan zu exakten, bearbeitbaren CAD-Modellen, die Basis für Ersatzteile.

            • 3D Scan Service

              Hochpräzise Messdaten mit Laser und NIR, für Prüfung, Ersatzteile und Reverse Engineering.

            • SLS 3D Druck

              Robuste, komplexe Funktionsbauteile aus PA12-Nylon, ganz ohne Stützen und ideal für Serien.

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            Häufige Fragen

            Fragen zu Vorrichtungen und Betriebsmitteln

            Antworten zu Belastbarkeit, Temperatur, Verschleiß, Toleranzen und Ablauf: die Fragen aus Fertigung und Arbeitsvorbereitung.

            Hilfreich sind eine Beschreibung des Arbeitsschritts, CAD-Daten oder ein reales Muster des Werkstücks sowie Angaben zu Kräften, Temperatur, Taktzahl und Medienkontakt. Zusätzlich sollten wichtige Toleranzen, empfindliche Oberflächen und die gewünschte Standzeit genannt werden. Auf dieser Grundlage können Bauform, Material und geeignetes Fertigungsverfahren festgelegt werden.

            Gerade bei Einzelstücken und kleinen Stückzahlen kann der 3D-Druck wirtschaftlich sein, da keine Formen oder produktspezifischen Werkzeuge benötigt werden. Auch mehrere leicht unterschiedliche Varianten lassen sich aus separaten Dateien fertigen. Bei wiederkehrendem Bedarf kann dieselbe Vorrichtung jederzeit erneut aus dem freigegebenen Datensatz produziert werden.

            Die Lebensdauer hängt von der Taktzahl, der Belastung, dem Material und den Umgebungsbedingungen ab. Bei häufigem Einsatz können besonders beanspruchte Bereiche als austauschbare Verschleißteile konstruiert werden. So muss bei Abnutzung nicht die komplette Vorrichtung ersetzt werden.

            Für größere, robuste Vorrichtungen und Grundkörper wird häufig das FDM-Verfahren eingesetzt. SLS eignet sich besonders für komplexe Funktionsteile aus Polyamid, die ohne Stützstrukturen gefertigt werden sollen. Flexible Auflagen und Schutzbereiche können je nach Anforderung aus TPU im FDM- oder SLS-Verfahren hergestellt werden.

            Ja, fehlende CAD-Daten können durch einen 3D-Scan und anschließendes Reverse Engineering erzeugt werden. Dabei wird die reale Geometrie des Werkstücks digital erfasst und für die Konstruktion der Vorrichtung aufbereitet. Alternativ kann das Originalbauteil als Grundlage für die Entwicklung der passenden Aufnahme dienen.

            Da die Vorrichtung auf einem digitalen CAD-Modell basiert, können Änderungen direkt in der Konstruktion umgesetzt werden. Anschließend wird nur die angepasste Version neu gefertigt. Das ist besonders bei Prototypen, Variantenfertigung und regelmäßigen Produktänderungen von Vorteil.

            Ja, Gewindeeinsätze, Lager, Magnete, Bolzen, Federn, Führungen und weitere Normteile lassen sich in viele Vorrichtungen integrieren. Dadurch steigen Belastbarkeit, Lebensdauer und Wiederholgenauigkeit. Besonders häufig werden Metallteile dort eingesetzt, wo Verbindungen regelmäßig gelöst oder stark belastet werden.

            Die erreichbaren Toleranzen hängen vom Druckverfahren, der Bauteilgröße, dem Material und der Konstruktion ab. Für besonders präzise Passungen können gedruckte Grundkörper mit Normteilen, Buchsen, Bolzen oder nachbearbeiteten Flächen kombiniert werden. Funktionsmaße und relevante Prüfmerkmale sollten deshalb bereits vor der Konstruktion festgelegt werden.

            Ja, Bauteilaufnahmen können gezielt für empfindliche Oberflächen ausgelegt werden. Flexible TPU-Auflagen oder austauschbare Kontaktelemente reduzieren Druckstellen, Kratzer und Beschädigungen. Auch die Auflageflächen und die Kraftverteilung können an das reale Werkstück angepasst werden.

            Die Temperaturbeständigkeit ist vom verwendeten Kunststoff abhängig. Standardmaterialien können bei dauerhaft hohen Temperaturen ihre Festigkeit oder Formstabilität verlieren. Deshalb sollten Prozesstemperatur, Einwirkdauer und mögliche Wärmespitzen bereits bei der Anfrage genannt werden, damit ein geeignetes Material gewählt werden kann.

            Die Materialauswahl richtet sich nach Belastung, Temperatur, Medienkontakt und gewünschter Lebensdauer. Häufig kommen robuste technische Kunststoffe wie PA12, PA11, ASA oder carbonfaserverstärktes Polyamid zum Einsatz. Flexible Materialien wie TPU eignen sich für weiche Auflagen, Dämpfer, Schutzbereiche und Bauteilkontakte.

            Die Belastbarkeit hängt vom gewählten Material, dem Druckverfahren, der Bauteilgeometrie und der Belastungsrichtung ab. Für viele Montage-, Prüf- und Handhabungsaufgaben bieten technische Kunststoffe eine ausreichende Stabilität. Bei hohen mechanischen Kräften können verstärkte Kunststoffe, integrierte Metallteile oder eine hybride Konstruktion sinnvoll sein.

            3D-gedruckte Vorrichtungen können ohne aufwendige Werkzeuge und mit deutlich größerer Gestaltungsfreiheit hergestellt werden. Dadurch lassen sich konturgenaue Aufnahmen, integrierte Beschriftungen, ergonomische Griffe und komplexe Funktionsbereiche in einem Bauteil kombinieren. Zudem sind viele Kunststoffvorrichtungen leichter als vergleichbare Metallkonstruktionen und lassen sich bei Änderungen schneller anpassen.

            Additiv gefertigte Vorrichtungen eignen sich besonders für Montage, Prüfung, Positionierung, Handhabung und Qualitätssicherung. Ihre Vorteile zeigen sich vor allem bei individuellen Bauteilgeometrien, kleinen Stückzahlen, häufigen Produktänderungen oder kurzen Entwicklungszyklen. Für Zerspanungsprozesse mit sehr hohen Spannkräften ist eine Vorrichtung aus Metall häufig besser geeignet.

            Im 3D-Druck lassen sich unter anderem Montagevorrichtungen, Bauteilaufnahmen, Prüflehren, Positionierhilfen, Greifer, Bohrschablonen, Schutzvorrichtungen und Transportaufnahmen fertigen. Die Konstruktion wird an den jeweiligen Arbeitsschritt, das Werkstück und die Belastung angepasst. Auch komplexe Konturen und Freiformflächen können direkt in die Aufnahme integriert werden.

            Vorrichtung anfragen

            Beschreiben Sie uns den Arbeitsschritt und schicken Sie das Bauteil oder dessen Daten. Wir schlagen eine Bauform vor und nennen einen Festpreis nach Ingenieurs-Check.